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WAZ Foto: Thomas Schmidke

Start der Gartensaison - Jetzt ist es Zeit für den Sauzahn 17.03.2012 | 12:00 Uhr 

Eine alte Eiche wurde aus Sicherheitsgründen gefällt. Fritz Glass nutzt die Gelegenheit, Äste für den Bau von Vogelhäuschen zurechtzuschneiden. Foto: Thomas Schmidtke

Jetzt sind sie endlich da, die ersten warmen Sonnenstrahlen nach der langen Kälteperiode. Fast wie auf Kommando brechen die ersten Knospen hervor, bauen Vögel ihre Nester und bevölkern Kleingärtner ihre Parzellen. „Es wurde aber auch langsam Zeit, jetzt können wir endlich loslegen“, freut sich Erwin Pollmeier und schlägt kräftig den Sauzahn in das Kartoffelbeet.

Pollmann ist Vorsitzender des Hasseler Kleingartenvereins „Dr. Schreber“ und Anhänger der Sauzahn-Methode, während einige Parzellen entfernt sein Nachbar bei der Frühlingsbestellung seiner Beete auf das kräftige Umgraben mit dem Spaten schwört. Beide haben das selbe Ziel, die Beete für die ersten Bepflanzungen des Jahres vorzubereiten.

„Warum das Ding Sauzahn heißt, weiß ich nicht. Es lockert aber den Boden viel schonender auf als der Spaten“, erklärt Pollmeier. Beim Umgraben würden viele nützliche Kleinlebewesen im Boden geschädigt, während der sichelförmige Kultivator mit der Verdickung am Ende viel schonender arbeite. „Aber es kann jeder halten, wie er will. Da haben wir keinen Glaubenskrieg. Das A und O bei der Frühjahrsbestellung ist auf jeden Fall die richtige Vorbereitung des Bodens“, sagt Pollmeier und macht sich wieder über das Kartoffelbeet in seiner Parzelle her.

Dabei sieht es in vielen der 51 Parzellen schon etwas frühlingshaft aus, denn die Krokusse stehen teilweise noch in voller Pracht. Doch es sind nur bunte Einsprengsel, die meisten Flächen warten auf die Bearbeitung durch die Hobbygärtner. Und die Liste der Aufgaben, die im März auf den Gartenfreund warten, ist lang.

Da muss zum Beispiel der Rasen nach der Winterruhe mit einem Vertikutierer„belüftet“ werden, da müssen Wintermulch und Gründüngung in den Boden eingearbeitet werden. Wer es im Sommer bunt haben will, sollte jetzt damit beginnen die entsprechenden Blumen auszusäen.

Zu jedem Kleingarten gehört, das schreibt das Kleingartengesetz vor, eine Nutzgarten-Fläche. Sie muss ein Drittel der Parzelle ausmachen. Auf diesem „bäuerlichen“ Teil des Gartens wachen zum Beispiel bei Erwin Pollmeier Kartoffeln, Salat oder auch Gurken. „Ich hole in jedem Jahr rund einen Zentner Kartoffeln aus dem Boden – und die schmecken richtig gut“, schwärmt der Vereinsvorsitzende. Was herausgeholt wird, muss aber auch angepflanzt oder gesetzt werden. So ist es in diesen Tagen die richtige Zeit, Gemüse und Salat schon einmal unter Glas auszusäen, um die Setzlinge dann später in die Beete zu pflanzen. Auch Obstbäume, Rosen und Gehölze können jetzt, so rät der Gartenexperte, in den Boden gesetzt werden. Kälteempfindliche Pflanzen können bei späteren Nachtfrösten durch Folien warm gehalten werden.

Kalt wird es den Gartenfreunden an diesem Wochenende nach dem Motto „Erst der Schweiß – dann der Preis“ sicher nicht werden. Da schmeckt dann auch das kühle Pils im Vereinsheim gut.

 

 
Peter Marnitz