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Vier-Generationen-Garten

Kleingartenpionier Werner Englich erbaute vor 40 Jahren die erste Laube in der Kleingartenanlage Fr. Schreber in Hassel.    WAZ  Foto Pool

Kleingartenpionier Werner Englich erbaute vor 40 Jahren die erste Laube in der

Kleingartenanlage Dr. Schreber in Hassel  

WAZ FotoPool

Hassel. Vierzig Jahre ist es her, dass die erste Laube in der Kleingartenanlage Dr. Schreber in Hassel gebaut wurde. Bis heute steht sie im Garten von Werner Englich, der damals selbst Hand anlegte.

 Bis heute ist der Hasseler im Kleingärtnerverein. Auch wenn er seinen Garten vor acht Jahren seiner Tochter und dem Schwiegersohn übergab. Im Sommer ist er dennoch häufig hier, genießt im kleinen Garten die Natur. „Früher haben wir hier hauptsächlich Gemüse angebaut“, erinnert sich der 75-Jährige. „Kartoffeln, Möhren, Bohnen, Gurken - wir brauchten den Winter über nichts kaufen. Meine Frau hat viel eingemacht. Wir hatten über einhundert Gläser bei uns stehen.“ Bei uns, das heißt in einer Wohnung in der Nähe. Seit 1962 lebt der Pensionär hier. „Die Wohnung haben wir wegen der Kinder genommen. Es war ja nicht weit zur Schule.“ Zur Arbeit von Werner Englich aber auch nicht. Er war technischer Angestellter der Kokerei Hassel, arbeitete 35 Jahre lang an den Koksöfen.

So praktisch die Wohnung war, sie ließ bei der jungen Familie Wünsche offen. Vor allem Werner Englich und seine Frau sehnten sich nach einem eigenen Stück Grün. „Meine Frau war für’n Garten. Und ich war für’n Garten.“ Da kam die neue Kleingartenanlage an der Valentinstraße gerade recht. Aus einer Brachfläche entstanden die Gärten, die bei der Übergabe noch ärmlich aussahen. „Wie ich den Garten bekam, waren hier nur der Hauptweg, die Wasserleitung und der Zaun. Alles andere haben wir gemacht.“

Auch die erste Laube der Anlage, über die die WAZ damals schon berichtete. Das dazugehörige Foto zeigt den Kokerei-Arbeiter mit einer Schubkarre. Im Hintergrund ist das neue Gartenhäuschen zu sehen. „Dafür gab es damals ein zinsfreies Darlehen von der Stadt“, erinnert sich Werner Englich, der viel Zeit auf der Anlage verbrachte. „Die Gemeinschaft war prima. Und die Feste. Und die Frauen konnten sich zum Kaffee besuchen. Die freuten sich über eine Abwechselung. Die Männer hatten weniger Zeit. Die haben das Vereinsheim aufgebaut.“

Mittlerweile ist Werner Englich Urgroßvater. Und der kleine Garten in Hassel ist im Sommer Treffpunkt für die ganze Familie. „Das ist ein Vier-Generationen-Garten hier“, schmunzelt Bernd Wollenberg, der Schwiegersohn. Lange stand es fest, dass er mit seiner Frau den Garten übernimmt. Obwohl die erst spät Interesse entwickelte. „Als wir den Garten bekamen, war ich sechzehn. Ich hatte damals kein Interesse daran“, lacht Gabi Wollenberg. Spätestens als die Kinder kamen, änderte sich das. „Die sind hier im Garten groß geworden.“ Ob der Garten irgendwann an die nächste Generation weiter gegeben werden kann, ist noch nicht sicher. „Aber wir hoffen es“, erklärt das Besitzerpaar.
Denn verzichten will keiner auf die gute Tradition, dass sich bei Dr. Schreber die ganze Familie trifft und der Ur-Opa im Garten sitzt und von früher erzählt. Traurig, dass er den Garten und damit die Gartenarbeit abgab, ist er nicht. „Ein Garten“, sagt er, „ist dann schön, wenn man Gärtner hat.“

Kira Schmidt